HafenCampus – Hamburg-Harburg

Freie und Hansestadt Hamburg –  Städtebaulicher Ideenwettbewerb  – Landschaftsgestaltung: Giulia de Angelis

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Channel Harburg – Deutsches Architektur-Forum        - Harburg’s schönste Seiten PDF


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Der vorliegende Entwurf für den neuen HafenCampus ist unsere jüngste “Liebeserklärung” an die Stadt, hervorgegangen aus dem Traum, ‘zufriedener’ anstatt ‘trauriger’ Städte..

Für eine Fläche von ca. 25 ha, mit direktem Wasserbezug, im Bereich des ehemaligen Hafen- und Industriegebietes soll ein Bebauungs- und Freiraumkonzept entwickelt werden, das den Strukturwandel zielgerichtet vorantreibt. Schwerpunkt ist die Ansiedlung zukunftsorientierter Forschungs- und Technologieeinrichtungen, die sich überlagern mit Kultur, Freizeit sowie Wohnen die ergänzt werden durch die zu integrierenden vorhandenen Produktionsbetriebe.

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Lage im Stadtgebiet

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Der Entwurf hält sich im Wesentlichen an den Bebauungsplan Harburg 59 und integriert die, in den WorkShops erarbeiteten, Szenarien für für nachhaltige Entwicklung des Güterbahnhof- und des Bahnhofinselgeländes.

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Strukturkonzept - Berechnung Städtebau PDF

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Bebauung – Vogelschauansicht von Süd, oben und von West, unten

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Der neue HafenCampus ist ein moderner Ort, der für ein verändertes Bürgerbild und erneuernde Kraft stehen soll. Er passt sich der ‘Nutzungsmischung neuen Typs’ an, der er als TRäger dienen muss: Forschung und Lehre; Dienstleistungen; Einzelhandel; Wohnen; öffentliche Plätze; Grün- und Parkflächen; Spielplätze; Uferpromenaden; strassenunabhängige, feinmaschige Erschliessung als Rad- und Fusswegverbindung; usw. Der Campus nimmt das Pulsieren der Kreativen auf und schafft eine in vielfältiger Weise eigentümliche Stimmung, schön und poetisch. Die Anziehungskraft des neuen HafenCampus wird ihm Bedeutung für die städtische und wirtschaftliche Erneuerung verleihen.

Dem Strukturkonzept liegt das Prinzip des Streifenplans zugrunde. Er dient und erfüllt am besten Ziel und Zweck des neuen HafenCampus: Flexibilität, Realteilbarkeit, Umsetzbarkeit der Bauabschnitte, Vermarktbarkeit sowie Herstellungs- und Unterhaltskosten. Zudem ermöglicht der Streifenplan die Erhaltung des grösstmöglichen Teils der vorhandenen Vegetation, die geschützt, gepflegt und in reichhaltiger Weise ergänzt wird.

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Ansicht A-A, vom östlichen Bahnhofskanal, Teilgebiet Güterbahnhof

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Längsschnitt B-B, durch die Atrien der ‘Science Blöcke’

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Grundriss Ausschnitt, Nord-Süd, ‘Science Blöcke’ und Atrien, rechts das Kongresszentrum

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Ansicht C-C, vom Park, Teilgebiet Güterbahnhof links, Bahnhofskanal mitte, Teilgebiet Bahnhofsinsel rechts

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Querschnitt D-D

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Grundriss Ausschnitt, Ost-West, Park

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Es sind nüchterne und gleichzeitig elegante Gebäude, die für die Wahrnehmung des Unerprobten und Unbekannten (Forschung) aufrütteln sollen. Die scharfkantigen Volumen sind, bewusst, in Kontrast zu der sie umgebenden Natur gesetzt, um ihre eigene, abgeschlossene Identität zu schaffen. Wir schlagen vor, jeweils zwei ‘Science Blöcke’ zu einem Atriumgebäude zusammenzufassen. Neben den bekannten Vorteilen dieses Gebäudetyps: Belebte Verkehrsflächen, die der Kommunikation dienen; eigene Klimazone zwischen Innen und Aussen; usw., liefert er den Wiedererkennungsfaktor und den Öffentlichkeitswert, welcher Besucher anzieht und der Vermarktung nützt. Es wird der Eindruck vermittelt, man gerate wie ‘Alice im Wunderland’ in eine Welt, die mit der draussen in keinerlei Zusammenhang steht, die aller ‘Unordnung’ und Bezüge entkleidet ist, eine Welt ‘spartanischer’ Grundthemen.

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‘Science Blöcke’

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Der gewälte Gebäudetyp weist eine Tiefe von 22.50m, eien Höhe von exact 20.00m und ist in der Länge variabel. In der Regel sind die Gebäude viergeschossig: Das Erdgeschoss mit einer Stockwerkshöhe von 6.00m, 4.00m das erste Obergeschoss, 5.00m das zweite und 5.00m das dritte Obergeschoss. Das Dach ist ein ‘Licht- und Energiekraftwerk’, d.h. Sheds zur Tageslichtnutzung und gleichzeitig Träger von Solarzellen; der verbleibende Dachanteil ist begrünt. Die Tragstruktur der Gebäude in Stahlbeton und Stahl ist vorfabriziert. Die Aussenwände sind vollständig in transluzenter Wärmedämmung ausgeführt. Transparente Verglasungen gegen Aussen sind auf das Notwendigste reduziert. Gegen übermässiges Aufheizen im Sommer schützen Kletterpflanzen die Fassaden vor direkter Sonneneinstrahlung.

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Blick von der Schlossinsel – das Kongresszentrum links, rechts die transformierte Speicheranlage

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Die Speicheranlage Nartenstrasse 1-3 wird umgenutzt, der Speicher auf dem Flurstück 885 kann als Parksafe mindestens 500 Kraftfahrzeuge aufnehmen; davon sind 400 Stellplätze für den Bedarf der vorhandenen Blockbebauung westlich des Schellerdamms vorgesehen. Der Getreidesilo wird zum Hotel/Boardinghouse umgebaut. Der Parksafe und das Hotel werden von der neuen Hotellobby und dem Restaurant, 33.00m über Boden, gekrönt. Die, ausnahmsweise, expressive Gestaltung mit der in Richtung Ost auskragenden (!) Hotellobby soll als unverwechselbare Form den nördlichen Eingangsbereich Harburgs akzentuieren und mit den beiden anderen Gebäuden, Schellerdamm 16 und Ecke Karnapp/Schellerdamm, eine Reihung bilden.

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Blick von der Neuländer zur Nartenstrasse

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von der Nartenstrasse nach West

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Die transformierte Siloanlage – im Hintergrund der Parksafe, das Hotel im Vordergrund

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von der Nartenstrasse nach Ost – links im Vordergrund der Parksafe

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von der Nartenstrasse zur Neuländerstrasse

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Schelldamm von Nord

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Karnapp von der Fussgängerbrücke

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Wir schlagen vor, die vorhandene Fussgängerbrücke über die Buxtehuderstrasse B73 und die Bahngleise über die Seevestrasse hinweg zu verlängern und für den Fahrradverkehr auszubauen. Damit ist der neue HafenCampus mit der historischen Harburger Innenstadt direkt verbunden.

Karnapp: Die kleinteilige Bebauung im Südwesten des Teilgebiets Güterbahnhof, Karnapp 28-31 soll, zusammen mit der grossen Kastanie, erhalten bleiben.

Östlich Schellerdamm: Die Nord-Süd Ausrichtung der neuen Bebauung folgt der heute noch zum Teil vorhandenen Gleisstruktur und soll zusammen mit der historischen Gebäudegruppe Bahnhofgebäude Schellerdamm 19/21 und der antriebslosen Drehscheibe, integriert in den neuen Platz, an die ehemalige Nutzung als Harburger Kopfbahnhof erinnern.

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Nutzungskonzept - Berechnung Gebäudenutzung.PDF

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Umsetzbarkeit – Etappierung

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